Überblick
LGV ist eine links-grün ausgerichtete Hochschulliste an der Humboldt-Universität Berlin. Hochschullisten entsprechen der Funktion von politischen Parteien nur auf Ebene der Hoschschulpolitik – sie können in das jeweilige Studentenparlament einer Hochschule gewählt werden und jeder Student kann sich für eine Liste aufstellen lassen. An jeder Hochschule gibt es ein Studentenparlament (kurz StuPa). Es wird jährlich gewählt und entscheidet zum Beispiel über die Verteilung der Beiträge der Studierendenschaft und über die Besetzung des RefRats, also dem Exekutivorgan der Studierendenschaft.
Manche dieser Hochschullisten hängen eng mit politischen Parteien zusammen und werden teilweise auch von diesen finanziert. LGV ist eine unabhängige Liste, die von niemandem finanziert wird und mit keiner politischen Partei zusammenhängt. Wir sind lediglich an der Humboldt-Uni aktiv, arbeiten aber auch hochschulübergreifend mit grünen Listen anderer Hochschulen und mit verschiedenen Nachhaltigkeitsinitiativen, sowie dem Nachhaltigkeitsbüro der HU zusammen.
An der HU sind zur StuPa-Wahl Januar 2019 neunzehn Listen angetreten. LGV ist bei der Wahl viertstärkste Liste geworden und besetzt seitdem 6 von 60 Plätzen im StuPa.
Programm
Wir sind antifaschistisch, antirassistisch, feministisch, fair und ökologisch und haben Bock, richtig was zu verändern.
Links: wir zeigen uns solidarisch mit den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen an der HU und unterstützen offene Proteste. Wir sind der Meinung, dass die geringe Bezahlung der Mitarbeiter*innen und der alte Vertrag so schnell es geht verändert werden muss, damit Bildung wieder dem Profitgedanken an unserer Uni vorgezogen wird. So sind wir kapitalismuskritisch und fordern die Uni als profitfreien Raum, in dem Bildung und Partizipation im Vordergrund stehen. Wir wollen die Wahlbeteiligung aktiv stärken und im Wahlkampf auf deren Wichtigkeit aufmerksam machen. In diesem Sinne stehen wir für aktive Beteiligung und politische Mitgestaltung, sowohl im als auch außerhalb des StuPas. Daher wollen wir nicht akzeptieren, dass Eigeninteressen der Repräsentation und Vertretung der Studierenden vorgezogen werden. Wer uns wählt gibt seine Stimme einer Liste, die transparent und zuverlässig ist.
Grün: wir wollen die Studentische Vertretung für mehr ökologische Aspekte in der Humboldt Uni sein. Eine linke Mehrheit im Stupa wollen wir durch eine Starke Grüne ergänzen. Nachhaltigkeit und zero-waste sind uns wichtig. Wir wollen auf ökologische Missstände aufmerksam machen und diesen entgegenwirken, beispielsweise mit Aktionen, die das Umweltbewusstsein aller Studierenden stärkt und das Leben in der Gemeinschaft in den Vordergrund stellt. Eines unserer obersten Ziele ist demnach ein Foodsharing-Kühlschrank in der Universität, wo ökologisch nachhaltig und fair getauscht werden kann. Wir unterstützen Veganismus in der Mensa und wollen, dass das Angebot an Fairtrade Lebensmitteln ausgeweitet wird. Des Weiteren sind wir gegen die sinnlose Verschwendung von Ressourcen und für die ausnahmslose Nutzung von Recyclingpapier an der HU. Um unsere Ziele zu erreichen, arbeiten wir bereits jetzt mit dem Nachhaltigkeitsbüro der HU, sowie anderen Hochschulgruppen von anderen Unis zusammen.
Versifft: die Kombination von linken und grünen Inhalten machen unsere Liste einzigartig. Wir vereinen zwei Themenfelder, die gut zueinander passen und zusammengehören. Kreativ und engagiert wollen wir mithilfe eurer Stimme eine neue Zeit an der Humboldtuni einläuten. Eine Zeit, in der Zusammenarbeit und Solidarität im Vordergrund stehen. Wir wollen uns vernetzen und für euch linksgrüne Politik machen. Wir sind gerne versifft, denn das heißt, dass wir unsere Standpunkte leben.
Bisher
Im Sommersemester 2019 haben wir in Zusammenarbeit mit Glitzerkatapult einen Workshop zum Thema Mensch-Tier-Verhältnis veranstaltet. Außerdem haben wir in einer von uns organisierten Podiumsdiskussion zusammen mit Georg Kössler von den Grünen, Lara Eckstein von Ende Gelände Berlin, Michael Efler von Die Linke, Nora Vehling vom Nachhaltigkeitsbüro der HU und Krestin Doerenbruch von Greenpeace Berlin über das Thema Klimagerechtigkeit in Berlin diskutiert. Vorne mit dabei waren wir bei der Gründung einer Fridays-For-Future-Gruppe an der HU. Dazu haben wir im StuPa mehrere Anträge eingereicht, die auf mehr Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit an der HU abzielten.
Auch was im Wintersemester 2018/19 und in den vorherigen Semestern passiert ist, fassen wir hier demnächst zusammen.
